Orte an den Strecken

Jüterbog

... eine bezaubernde Kleinstadt im "Niederen Fläming".


Im Jahre 2007 feiert Jüterbog das 1000-jährige Jubiläum seiner Ersterwähnung. Wie man sehen kann - atmet Jüterbog Geschichte; hier künden Baudenkmale von der einstigen überregionalen Bedeutung der Stadt. Als "märkisches Mantua" wird Jüterbog bezeichnet. Mauern, Türme und Tore zeugen noch heute von der Wehrhaftigkeit der mittelalterlichen Stadt. In Jüterbog haben Persönlichkeiten wie Tetzel, Müntzer, Melanchton, Wallenstein, Friedrich der Große und viele andere Geschichte geschrieben. Jüterbog ist aber auch lebendige Gegenwart. So gilt die Stadt als Kulturzentrum des Niederen Fläming. Bibliothek und Theater in der Mönchenkirche bieten Staunenswertes.

Sehenswürdigkeiten:

Das älteste Gebäude ist die Liebfrauenkirche. Am Tag ihrer Weihe 1174 erhielt die Siedlung das Stadtrecht. Die Kirche wurde später einem Konvent von Zisterzienser-Nonnen übereignet und für deren Bedürfnisse umgebaut.
Zu den beeindruckendsten Bauwerken gehört die Stadtpfarrkirche St. Nikolaikirche mit ihren zwei verschiedenen Türmen. Sie geht auf einen Bau des 13. Jahrhundert zurück und wurde immer wieder umgebaut und verändert. Die Doppeltürme des Westwerks sind unverwechselbares Kennzeichen der Stadtsilhouette. In der Taufkapelle finden sich original erhaltene Fresken des 15. Jahrhunderts sowie der berühmte Tetzelkasten - eine Einbaumtruhe, in der Johann Tetzel 1517 der Legende nach die Einnahmen aus seinem florierenden Ablasshandel in Jüterbog aufbewahrt hat. Die erfolgreichen Geschäfte Tetzels wurden auch in Wittenberg bekannt und waren einer der Auslöser für den Anschlag der Lutherschen Thesen.
Der Marktplatz wird von dem markanten Rathausbau beherrscht. Die Gerichtslaube stammt aus dem 15. Jahrhundert. 1535 wurde im Fürstenzimmer des Rathauses gegen den Händler Hans Kohlhase zu Gericht gesessen.
Heinrich von Kleist hat ihm in seiner Novelle als "Michael Kohlhaas" ein Denkmal gesetzt.
Ein besonderes Highlight ist die Mönchenkirche des Franziskanerordens aus dem 15. Jahrhundert, die mit ihrer Klosteranlage das kulturelle Zentrum der Stadt bildet.
Heute befinden sich in der spätgotischen Hallenkirche die Bibliothek, die Touristinformation und im Chor der Kirche die Theater- und Konzertstätte. In der ehemaligen Knabenschule ist das kulturhistorische Archiv und im Klosterflügel ein Museum eingerichtet. Ganzjährig finden Konzerte, Lesungen, Sonderausstellungen und Führungen statt.
Große Teile der Stadtmauer um die Altstadt sind erhalten, ebenso die drei Stadttore Dammtor, Neumarkttor und Zinnaer Tor.
Ein Kuriosum an jedem Tor sind Keule und Tafel mit dem Spruch: "Wer seine Kindern gibt das Brot und nachmals leidet selber Not, den schlage man mit der Keule tot."

Veranstaltungshöhepunkte:

3. Juniwoche
2. Advent (Sa. und So.)

Freizeitangebote:

Das Freibad liegt idyllisch am südlichen Rand der Stadt am Blanken Teich und verfügt über eine Vielzahl von Sportmöglichkeiten.